AG seltene Brutvögel

Die Arbeitsgruppe Seltene Brutvögel in Baden-Württemberg (SBBW) hat sich zum Ziel gesetzt, beginnend mit der Brutsaison 2014 eine jährliche Übersicht der Vorkommen seltener Brutvogelarten zu publizieren.

Die Berichte fassen den Kenntnisstand zu den Brutvorkommen übersichtlich zusammen, belassen aber die Verwertungsrechte bei den einzelnen Beobachtern.

Durch die jährlichen Zusammenstellungen sollen

  • Grundlagen für die Bestandsschätzung und
  • mittelfristig eine Dokumentation der Bestandsentwicklungen dieser Arten geschaffen werden.

Als „seltene Brutvögel“ sind primär diejenigen mit einem Brutbestand von unter 300 Brutpaaren in Baden-Württemberg eingeordnet. Darüber hinaus sollen alle Arten mit sporadischen Brutvorkommen bzw. Neuansiedlungen in die Auswertung integriert werden. Von der Betrachtung werden allerdings die Neozoen ausgeschlossen. Seltene Brutvogelarten mit bereits bestehenden Monitoringprogrammen (Auerhuhn, Uhu, Wanderfalke, Weißstorch) werden ebenfalls nicht gesondert behandelt. Arten mit aktuell höheren Brutbeständen würden erst dann aufgenommen, wenn sie einen Brutbestand von ca. 300 Paaren unterschreiten sollten. Die Liste ist insoweit für Anpassungen offen.


Ablauf und Darstellungsform

Für die Auswertung werden einerseits die Daten aus der OGBW-Datenbank herangezogen. Andererseits möchten wir dazu ermuntern, vertrauliche Daten direkt (und ggf. bereits räumlich abstrahiert, s. unten) an die SBBW zu melden. Diese Daten werden dann ausschließlich (!) für diese Berichte herangezogen. Eine weitergehende Verwendung der Daten, einschließlich des Einpflegens in Datenbanken außerhalb der SBBW, ist in diesem Fall ausgeschlossen. Aufgrund der Sensibilität vieler Daten zu seltenen Arten erfolgt in den Jahresberichten lediglich eine Darstellung auf TK 25-Basis. Arten mit nur wenigen festgestellten Brutvorkommen werden textlich genannt, bei Arten mit größerer Datenbasis sind Kartendarstellungen geplant. Es erfolgt jeweils eine Nennung der Melder pro Art und TK 25-Blatt.

Die Publikation erfolgt ohne Hauptautorenschaft einzelner, sondern unter „Arbeitsgruppe seltene Brutvögel in Baden-Württemberg (SBBW)“. Einzelnachweise müssen unter Nennung des Melders zitiert werden, bei der Angabe von Jahresbeständen soll die Arbeitsgruppe bzw. der jeweils zuständige und im Text genannte Artbearbeiter zitiert werden. Ein entsprechender Hinweis wird in jeden Bericht aufgenommen.

Die Auswertung der Daten soll auf möglichst viele Schultern verteilt werden. Wir empfehlen, dass sich die Bearbeiter für diesen Jahresbericht auch generell als OGBW-Artbearbeiter  für die jeweiligen Arten registrieren lassen, dann u.a. inklusive der Zugangsrechte auf die jeweiligen Daten in Ornitho. Alternativ können Interessierte aber auch ausschließlich an der Zusammenstellung der Jahresberichte mitarbeiten, ohne erweiterte Zugriffsrechte auf Einzeldaten zu beantragen.

Die Daten werden im Spätsommer für jede Brutsaison von den jeweiligen Artbearbeitern bzw. von der Arbeitsgruppe abgefragt. Diese prüfen die Daten, schließen Doppelzählungen aus, nehmen bei Unsicherheiten Kontakt zu den Beobachtern auf und bilden Jahressummen für die einzelnen TK 25-Blätter. Anschließend werden die so aufgearbeiteten Daten von der Arbeitsgruppe zu einem Bericht zusammengestellt, der zu Beginn der jeweils folgenden Brutsaison in den Ornithologischen Jahresheften für Baden-Württemberg erscheinen soll.

Machen Sie mit!

Beschäftigen Sie sich schon intensiv mit einer der unten genannten Arten oder haben Sie Lust, dies in Zukunft zu tun? Möchten Sie die Auswertung der Daten einzelner Arten übernehmen? Wenn ja, laden wir Sie gerne zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe ein. Die Arbeitsgruppe koordiniert dann die Beantragung der jeweils erforderlichen Daten-Zugriffsrechte über die Steuerungsgruppe. Wenden Sie sich bei Interesse bitte an die Arbeitsgruppe seltene Brutvögel bzw. (bzgl. Fragen zu den sonstigen Aufgaben von OGBW-Artbearbeitern) an Jost Einstein und teilen Sie mit, mit welcher Art Sie sich gerne näher beschäftigen möchten.

Artenpool

Es ist vorgesehen, zunächst die folgenden Arten zu behandeln:

Alpensegler, Bartmeise, Bekassine, Berglaubsänger, Bergpieper, Beutelmeise, Bienenfresser, Birkenzeisig, Blaukehlchen, Braunkehlchen, Dreizehenspecht, Drosselrohrsänger, Felsenschwalbe, Flussregenpfeifer, Flussseeschwalbe, Flussuferläufer, Gänsesäger, Grauammer, Großer Brachvogel, Haselhuhn, Haubenlerche, Heidelerche, Karmingimpel, Kiebitz, Kleines Sumpfhuhn, Knäkente, Kornweihe, Krickente, Löffelente, Mittelmeermöwe, Moorente, Nachtreiher, Orpheusspötter, Ortolan, Purpurreiher, Raubwürger, Raufußkauz, Ringdrossel, Rohrschwirl, Rohrweihe, Rotkopfwürger, Schilfrohrsänger, Schlagschwirl, Schnatterente, Schwarzhalstaucher, Schwarzkopfmöwe, Schwarzstorch, Steinschmätzer, Sturmmöwe, Tafelente, Triel, Tüpfelsumpfhuhn, Wachtelkönig, Weißrückenspecht, Wiedehopf, Wiesenpieper, Wiesenweihe, Zaunammer, Ziegenmelker, Zippammer, Zitronenzeisig, Zwergdommel, Zwergohreule, Zwergsumpfhuhn.

Ansprechpartner

Als Ansprechpartner stehen Ihnen die Korrdinatoren der SBBW, Daniel Kratzer, Rudolf Kratzer, Johannes Mayer, Florian Straub, zur Verfügung, am besten per E-Mail

Vorläufige Postanschrift: Florian Straub, Friedrich-Dannenmann-Str. 18, 72070 Tübingen